Spannende Social Trader vorgestellt

el_social_tradingWie die regelmäßigen Leser meiner Beiträge wissen, tummle ich mich selbst seit geraumer Zeit im Bereich Social Trading unter anderem mit einem eigenen Top Trader Profil bei ayondo. Ich habe mich im Verlauf der Zeit aber auch immer stärker mit anderen Top Tradern auseinander gesetzt. Mit mehr als 30 Jahren Börsenerfahrung weiß ich wie schwer es ist, im kurzfristigen Zeitfenster Geld zu verdienen. Ich kann dies nicht, zumindest nicht diskretionär. Über mehrere Wochen kann ich mit der Sentimentanalyse ein ganz gutes Timing hinbekommen, aber natürlich sind die Drawdowns und das Risiko pro Trade deutlich größer als bei Tradern, die sich im kurzen Zeitfenster bewegen. Entsprechend groß ist meine Bewunderung für diejenigen, die es hinbekommen hier dauerhaft erfolgreich zu sein. Die Betonung liegt vor allem auf dauerhaft. Denn viele haben eine Glückssträhne und brechen dann irgendwann ein. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass der Prozentsatz derer, die erfolgreich sind mit zunehmender Tradefreqenz und damit meistens auch abnehmender Tradedauer abnimmt. Man kann insofern auch von der Königsdisziplin des Tradings sprechen.
Ich werde in meinem Blog nun regelmäßig Top Trader vorstellen, die mir interessant erscheinen. Bei ayondo läuft seit Januar die Social Trading Meisterschaft. Ziel ist es die ayondo Trader Karriere bis zum höchsten und damit fünften Level „Institutional“ zu erreichen. Hier fällt momentan der Top Trader Speed Trade auf. Der Wettbewerb hat im Januar begonnen. Er befindet sich nach nun knapp sechs Monaten im höchstmöglichen Level 3. Die Performance mit gut 13 Prozent mag einen nicht vom Hocker hauen, spannend wird es aber, wenn man sie ins Verhältnis zum maximalen Drawdown setzt. Da schlagen nur 4,91 Prozent zu Buche. Das führt dann zu einem Sharpe Ratio von 2,01. Der DAX bringt es im Vergleich gerade mal auf 0,85.
Schön ist, dass der Trader recht viel über seinen Handelsstil Preis gibt. So heißt es: „ … es wird vermieden viele Positionen zu eröffnen, die zusammen ein großes Drawdownrisiko darstellen und Gewinne werden relativ schnell mitgenommen, bevor der Markt sich gegen einen drehen kann.“ Und daran hält er sich strikt. Mit 147 Trades hat Speed Trade durchschnittlich einmal pro Tag gehandelt, und das fast ausschließlich im DAX. „Meine Prinzipien im Eigenhandel sind, dass der Durchschnittsverlust nicht höher sein darf als der Durchschnittsgewinn und der größte Gewinntrade muss ein Vielfaches vom größten Verlusttrade sein“. schreibt Speedtrade weiter. Und das wird ernst genommen. Das Risiko pro Trade ist fast nie höher als ein Prozent, meistens bedeutend geringer. Alle Monate haben positiv abgeschlossen und knapp 75 Prozent aller Trades. Maßgeblich für Trading-Entscheidungen sind verschiedene Instrumente der technischen Analyse. SpeedTrade handelt seit mehr als fünf Jahren und es mangelt ihm nicht an Selbstbewusstsein. So schreibt er über sich: „Ich bin diszipliniert, geduldig und habe meine Emotionen im Griff, da man ansonsten kein Geld an der Börse verdienen kann.“ Alles richtig, vor allem die angesprochene Geduld. Follower hat er erst 15. Das mag an der geringen Performance liegen. Viele suchen höhere Returns im Social Trading. Denen sei gesagt, dass Trader bei ayondo ja auch gehebelt werden können. Doch zunächst stellt sich ja die Frage, ob man diesem Profil nach nur knapp sechs Monaten jetzt schon folgen sollte? Ja, unter Beobachtung lautet mein Urteil. Sollte das Risiko pro Trade plötzlich erhöht werden, insbesondere in einer Drawdownphase, dann würde ich mich schnell verabschieden. Denn das markiert, meistens das Ende der guten Performance. Bis ich das Urteil abgeben würde, dass Speed Trade zu den langfristig erfolgreichen Tradern im kurzen Zeitfenster gehört, muss noch einiges an Zeit vergehen.

Wiederauferstehung

GettyImages_106780916Börsenstimmung zu messen, basiert auf der Idee, das Gegenteil dessen zu tun, was die Masse macht. Denn die Mehrheit der Anleger liegt fast immer schief. Abzulesen ist dies unter anderem an den Stimmungsbarometern, die hier oft zitiert werden. Die großen Zyklen erkennt man jedoch auch sehr gut an den Anlagen, die gerade groß vermarktet werden. Die etwas Älteren erinnern sich alle an den Technologieboom, Ende der 90er Jahre. Eine Neuemission jagte die andere und jedes Unternehmen wurde so dargestellt, als würde es bald Marktführer in seinem Segment sein. Mit dem  Platzen der Internetblase im Jahr 2000 war der Traum dann ausgeträumt. Die Anleger waren auf dem  Boden der Realität angekommen. Doch nach dem Kater kam eine neue Mode auf. Die Emerging Markets. Die findige Investmentbank Goldman Sachs erfand für die großen von ihnen, die am Rande des Aufstiegs in die Reihe der Industrieländer standen, sogar einen eigenen Markennamen: BRIC. Diese vier Buchstaben standen für Brasilien, Russland, Indien und China. Hier sollte man investieren, weil das Wachstum bedeutend größer war, als in den alten Industrieländern. Das versprach große Gewinnsteigerungen für dort ansässige Unternehmen. Fonds und Zertifikate wurden zu Hauf aufgelegt und dem Privatanleger angepriesen. Die Argumentation war durchaus schlüssig. Doch die Idee der Stimmungsanalyse basiert darauf, in genau in solchen Momenten skeptisch zu sein. Egal wie schlüssig die Argumentation auch sein mag, wenn etwas besonders stark promotet wird, ist Vorsicht angesagt. Ganz einfach deshalb, weil in diesen Momenten viele Anleger – zumeist Profis – bereits investiert sind. Die Kurse sind dann bereits stark gestiegen, und die Papiere werden beim Privatanleger abgeladen. mehr lesen

Brokerwahl 2016 . Mitmachen und gewinnen!

Liebe Leser von Rißes Blog,
Sie haben ja sicher schon festgestellt, dass es hier etwas still geworden ist. Das liegt an meiner beruflichen Neuorientierung. Seit 1. März 2016 bin ich Chefstratege bei ayondo markets. Auf der Social Trading Plattform ayondo gibt es ja bereits länger ein Top Trader Profil von mir. Ich werde auch weiter bei der HPM Hanseatische Portfoliomanagement in Anlageausschüssen mitwirken, doch der Schwerpunkt liegt nun auf ayondo.
Ayondo kann mich personell zukünftig so unterstützen, dass sämtliche Inhalte, die ich produziere, auch wieder hier auf dem Blog eingestellt werden. Für die Leser dieses Blogs wird das ein großer Gewinn sein.
Apropos Gewinn. Sie können auch gewinnen, indem Sie bei der Brokerwahl teilnehmen und ayondo zum CFD Broker des Jahres wählen. Egal, ob Sie Kunde bei ayondo sind oder nicht, sie sicher sich die Chance u. A. auf ein Tesla Wochenende, eine Apple Watch und ein MacBook Pro.
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Ich würde mich sehr freuen und werde es Ihnen danken, indem hier zukünftig wieder regelmäßig gebloggt wird.

Hier geht’s zur Wahl >>

Besten Dank
Stefan Riße

Schäubles Sparwahn

EuroDas hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich als überzeugter Marktwirtschaftler mit dem Verdi Chef Frank Bsirske irgendwann mal ganz einer Meinung sein würde. Doch mit seiner jüngst geäußerten Kritik an der Sparpolitik von Finanzminister Wolfgang Schäuble hat er zu 100 Prozent Recht. In der aktuellen Zeit partout auf die schwarze Null zu pochen, ist vollkommen verfehlte Finanzpolitik. Schäuble ist Jurist und Schwabe dazu und eben kein Wirtschaftsexperte. Er hält es offenkundig für den besten Zustand, wenn ein Staat einen ausgeglichen Haushalt hinlegt. Schulden sind für ihn automatisch Ausdruck einer mangelhaften Haushaltspolitik.
Er trifft damit in Deutschland vieler Leute Nerv. Der Deutsche ist risikoscheu, Schulden empfindet er als Last und bedrohlich. Doch man stelle sich dieses Credo mal konsequent auf die Weltgeschichte angewandt vor. Nie hätten Staaten Schulden gemacht, Unternehmen und Privatlaute auch nicht. Es gäbe keinen Kredit. Wo stünde die Welt dann wohl? Natürlich Schuldenprobleme wären ein Wort, dass es im Duden gar nicht gäbe, wirtschaftlich wären wir aber wahrscheinlich da, wo wir im 18. Jahrhundert waren. Die großen Entwicklungen in der Welt, der Fortschritt in allen Bereichen, die Massenproduktion, all das wäre ohne Kredit nie entstanden. Denn da waren zwei Parteien beteiligt. Auf der einen Seite diejenigen, die Geld besaßen und bereit waren, dieses zu verleihen, und auf der anderen Seite tatkräftige erfindungsreiche Menschen, die mit dem geliehenen Geld ihre Ideen verwirklichen konnten und die Welt damit voran brachten.
Natürlich spielte bei dieser Finanzierung auch die Aktie eine entscheidende Rolle. Ohne sie wären wir heute auch noch nicht da, wo wir sind, doch ohne Kredit wäre es noch viel weniger gegangen. Nehmen wir nur den Immobilienbesitzt. Wer könnte sich schon zu einem angemessen Zeitpunkt seines Lebens eine Wohnung oder ein Haus kaufen, wenn er den kompletten Kaufpreis vorher hätte ansparen müssen? Spätestens hier wird der Unsinn einer schuldenfreien Welt klar.
Die Haushaltsfalken argumentieren natürlich anders. Natürlich verteufeln sie die Hausfinanzierung nicht, zumindest nicht wenn sie solide und mit hohem Eigenkapitalanteil von statten geht. Sie argumentieren aber, dass in guten Zeiten wie jetzt gespart werden müsse, damit der Haushalt solide ist, wenn konjunkturell mal wieder schlechte Zeiten anbrechen, und Schulden gemacht werden müssen, um die Wirtschaft zu stützen. mehr lesen

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