So sehen Börsen aus, denen Anleger verzweifelt nachlaufen. Sie steigen und steigen und der Rückschlag, auf den alle warten, um noch einsteigen zu können, kommt nicht. Immer wieder habe ich an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass trotz aller „DAX 10.000“ oder anderer euphorischer Titelblätter von Geldanlagemagazinen von einer breiten Aktieneuphorie nicht die Rede sein kann. Im Gegenteil, das große Stimmungsbild, das alle potenziellen Anleger erfasst, war und ist immer noch von großer Zurückhaltung geprägt. Die Gefahren der Euro- und Schuldenkrise gepaart mit den Erfahrungen des Internet- und Lehmancrashs ließen breiten Aktienoptimismus bisher nicht aufkommen.
Weil es woanders schlichtweg nichts mehr zu verdienen gibt, befassen sich so langsam aber sicher immer mehr Investoren mit dem vermeintlichen Risikopapier, dem sie zuvor abgeschworen hatten. Der risikolose Zins ist passé, oder liegt unterhalb der Inflationsrate. Die längerfristigen Aussichten für den Aktienmarkt bleiben damit auch bei verhaltenem konjunkturellem Ausblick weiterhin positiv. Können Gewinne und Dividenden nur einigermaßen gehalten werden, haben Aktien immer noch enormes Kurspotenzial.
Gute bis sehr optimistische Stimmung gab es bisher nur unter den Profis, oder sagen wir denen, die sich immer entweder von Berufs wegen, oder aus Passion (bei mir trifft beides zu) mit dem Thema Aktien beschäftigen. Mit den oben genannten Argumenten begründeten Sie ihren fundamental durchaus gerechtfertigten Optimismus. Zwischenzeitlich sorgten ein rückläufiger ifo-Geschäftsklimaindex wie auch weltweit nachlassende Werte bei den Einkaufsmanagerindizes und dem Verbrauchervertrauen zwar für etwas mehr Vorsicht, mit den neuen Höchstständen ist die Euphorie der Börsenprofis aber wieder zurückgekehrt. Vor allem die Wall Street sieht überhitzt aus. Der quasi rückschlagfreie Aufschwung erreicht langsam Rekordlänge. mehr lesen ![]()
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