Wenn ein Markt auf …

… schlechte Nachrichten, nicht mehr reagiert, dann ist das ein Zeichen dafür, dass er nicht mehr weiter fallen kann. Dieser Börsenweisheit gemäß kann es mit den Aktien eigentlich nur noch ununterbrochen weiter nach oben gehen. Die Titelgeschichte im Handelsblatt von heute macht deutlich, dass mittlerweile auch über einen Schuldenschnitt für Portugal gesprochen wird. Die Zinsen für portugiesische Anleihen sind mittlerweile auf 17 Prozent gesprungen. Und was passiert an den Aktienmärkten? Sie steigen ohne Unterbrechung weiter. Auch heute Morgen schon wieder Gewinne zur Eröffnung. Was aus stimmungstechnischer bzw. antizyklischer Sicht außerdem dafür spricht, dass es weiter nach oben geht, ist das Frankfurter Gespräch, das vorgestern Im Handelsblatt erschien. Überschrift: Experten erwarten heftigen Dax-Einbruch. Gefragt wurden hier vier namhafte Charttechniker.
Vor einen Jahr gab es dieses Gespräch auch und ich machte es auch hier zum Thema. Damals lautete der Tenor, dass der langfristige Aufwärtstrend im Gold gebrochen worden sei, und die weiteren Perspektiven eher düster aussehen. Für mich war dies damals der Anlass, meine Goldpositionen bei Kursen von 1.335 zu erhöhen bzw. deren Hebel. Also jetzt gemäß der Logik des antizyklischen Handelns mit allem in den DAX was geht? Die Traute habe ich leider nicht, weil mir die bereits häufig zitierten kurzfristigen Stimmungsindikatoren in den USA wie der Hulbert Stock Newsletter Sentiment Index (HSNSI) mit über 40 Prozent für Standard- und 75 Prozent für Technologie-Aktien schon zu viele Tage zu positive Werte zeigen. Damals korrespondierte der Pessimismus auch mit anderen Stimmungsindikatoren Der Hulbert Gold Newsletter Sentiment Index (HGNSI) lag bei nur 11 Prozent und zeigte damit keinen Gegensatz zum Pessimismus der Charttechniker. Deshalb warte ich auf einen Rückschlag bevor ich in den DAX wieder einsteige.
Apropos HGNSI: Auch dieser ist zuletzt deutlich geklettert und notiert nach Werten von nur 0,3 Prozent zum Jahresbeginn jetzt bei 51 Prozent. Und hier sagen übrigens auch die vier vom Handelsblatt befragten Charttechniker (nur in der Printversion), nach dem Abgesang vom vergangenen Jahr, dass der langfristige Aufwärtstrend noch lange nicht zu Ende sei.
Schlagen 2012 Aktien dann wohl Gold? Ich würde nicht so wegen eines Zeitungsartikels nicht so weit gehen, es zu prognostizieren, wundern würde es mich aber auch nicht.

 

  • http://www.start-trading.de/blog/2012/02/08/die-boerse-ist-keine-einbahnstrasse/ Blog – start-trading.de

    An solchen Tagen ist ein Erklärungsversuch für die Marktbewegung recht schwierig. Das Börsen nicht in den Himmel steigen ist wohl bekannt und trotzdem scheint genau das einzutreffen.

    Nur auf eines kann man sich verlassen, auf einen Anstieg wird ein Fall folgen. Die Börse ist bekanntermaßen keine Einbahnstraße. Nur wann fallende Kurse einsetzten, dass ist bei dieser Bullenlaune nicht einfach zu prognostizieren.

  • RS

    Die kurzfristige Entwicklung der Märkte kann man nicht voraussehen. Langfristig stimmt mich optimisch, dass große Versicherungskonzerne in Deutschland fast gar keine Aktien mehr besitzen. Auch Privatanleger in Deutschland sind wohl nur sehr gering in Aktien investiert. In Staatsanleihen hingegen steckt sehr viel Geld. Deren Verzinsung ist entsprechend niedrig. Wenn die Bondblase tatsächlich eines Tages platzen sollte, wohin sollte dann das Geld flüchten? Zum Teil vielleicht in Gold, aber der Markt ist zu klein. Ein erheblicher Teil wird in Aktien fließen.

  • http://www.mr-market.de,www.investorsinside.de Michael Schulte

    Der von mir sehr geschätzte, berühmte Trader Charles Kirk hat einen in meinen Augen perfekten Kommentar zum Thema, den man hier in meinem Blog nachlesen kann.
    http://www.mr-market.de/move-on-charles-e-kirk-wahre-worte-zum-markt/

    Nebenbei bemerkt bekomme ich gerade statistische Untersuchungen über den Behavioral Finance Dienst Sentimentrader.com herein, die nachweisen, dass bei allen vergleichbaren Trends seit 1929, die Wahrscheinlichkeit dass wir in 6 Monaten höher stehen nun statistisch bei 92% liegt. Das ist sensationell hoch !

    Viele der Argumente die “Tetik” hier ausbreitet teile ich und ich bin selber der festen Überzeugung, dass das was die Notenbanken hier gerade veranstalten katastrophale Auswirkungen haben wird und mittelfristig sogar unsere ganze Gesellschaft in Frage stellen wird. Denn der Markt ist eindeutig drogensüchtig nach der Droge “billiges Geld” und sobald diese Musik mal aufhört zu spielen, dann Gnade uns Gott !

    Insofern könnnen Sie mich gerne als “Langfrist-Bären” einstufen, mit jeder Menge Wut im Bauch, was uns eine unseelige Allianz aus Finanzwirtschaft und Politik gerade antut.

    Nur bei der Frage wie ich im Moment am Markt Geld verdienen kann, nutzt das herzlich wenig und sich derartige Argumente permanent vor Augen zu führen schadet einem nur.

    Denn wie Charles Kirk richtig sagt: Mr. Market interessiert sich NULL was wir glauben, er walzt uns mit unseren Annahmen einfach platt, wenn wir ihm im Weg stehen. Und der Trend ist im Moment eindeutig hoch und all die bärischen Argumente bestätigen nur, wie viele an der Seitenlinie stehen und sich ärgern. Solange die Musik spielt, sollte man auf ihr tanzen, wenn man in diesem durch Politik und Notenbanken “verbogenen” Markt Geld verdienen will.

    • tetik

      @ Herr Schulte
      Es wäre interessant zu wissen, was das für Faktoren waren. Wo stand zum Beispiel zu der Zeit das KGV, wie hoch waren die Gewinnspannen der Unternehmen, wie sahen die Gewinnschätzungen für die folgenden Quartale aus? Wie sah es von der Geldmenge und den Zinsen aus? Wo stand die Konjunktur (z. B. die Leading Indicators)? Wenn Sie für einen Zeitraum von drei Tagen traden sind das alles unerhebliche Fragen aber bei 6 Monaten würden mich die Details, die zu dieser Einschätzung führen, schon sehr interessieren.
      Viele Grüße

  • tetik
    • Steven Steinhagen

      ich finde ihre meinung sehr interessant und sie steht vor allem auf einem guten argument. Ich bin gespannt und hoffe sie werden uns an dieser stelle mitteilen wann für sie der richtige zeitpunkt zum Kauf gekommen ist. Lg

      • Stefan Riße

        Ich werde es versuchen!

  • tetik

    Sie haben völlig Recht. Ich bin aktuell durch und durch ein Bär. Das hat aber weniger mi der Börse an sich zu tun, sondern mit dem , was seit dem Jahr 2008 von Politikern, Bankern und Notenbankbürokraten getan worden ist. Das kann man so zusammenfassen, alles zum Wohl der Banken, Fondsmanager und Unternehmen aber nichts für den einfachen Bürger. Die Politik des Verschuldens der Regierungen wurde damals genauso als alternativ verkauft wie die aktuelle Flutung der Märkte durch Notenbankenliquidität. Natürlich stelle ich mich damit ganz bewußt gegen Banken, Fonds, Vermögensverwalter und Spekulanten, die sich über diese üppige Liquidität freuen, um damit Ihre Assetblasen so lange wie möglich aufgepumpt zu lassen. Offiziell erzählen Sie dann, daß diese Liquidität zur Verhinderung einer allgemeinen Deflation alternativlos sei. So alternativlos, daß wir von Krise zu Krise oder besser von Monat zu Monat über immer größere Summen von Anleihekäufen, Brandmauern oder Rettungsschirmen sprechen. Ist ja alles auch ganz einfach, ein paar Tastendrücke und schon ist das Geld aus dem Nichts da, zumindest für so geistreiche Menschen wie Monsieur Sarkozy. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht noch einmal die Deflations- und Inflationsargumente wiederholen. Wir haben die Argumente dazu breit genug ausgetauscht. Am Ende dieser weltweiten Liquiditätsflut wird der Bond-Crash stehen, eine weltweite Rezession und in einigen Ländern der Weg in die Knechtschaft des Sozialismus. Wenn es dann so weit ist, soll kein Politiker, Banker, Fondsmanager, einige Vermögensverwalter und schon gar nicht unsere Medienvertreter die Frage stellen, wer an dieser Katastrophe Schuld ist. Denn dafür reicht in Blick in den Spiegel. Und damit mir niemand vorwirft, daß ich zu pauschal bin. Zwei Beispiele: Unsere Medien zeigen seit zwei Monaten wie kritisch und gut Sie recherchieren können, wenn es aus Ihrer Sicht notwendig ist. Jede Vergünstigung von Herrn Wulf kann man inzwischen in jeder Zeitung nachlesen. Auch das Dschungelcamp wurde mehr als ausreichend gewürdigt. Nur die Probleme mit dem Euro nicht. Für den deutschen Bürger wäre es doch tausendmal wichtiger zu erfahren, warum die EZB den Banken 489 Mrd. EURO für drei Jahre zur Verfügung stellt und wer eigentlich bei den aktuellen Anleiheauktionen von Spanien, Italien, Frankreich und Portugal auf der Käuferseite steht. Und das zweite Beispiel ist der Vermögensverwalter Ken Fisher. Der schreibt in seiner aktuellen Focus Money Kolumne unter Überschrift „Boomzeiten für die Privatwirtschaft“ unter anderem „Auch die Konsumenten stehen besser da, als die meisten Beobachter meinen. Die Umsätze des US-Einzelhandels haben im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent zugenommen“. Es findet sich aber kein Hinweis darauf, dass laut Shadow State die Jahresinflationsrate auf Basis der Berechnungsmethode wie 1980 um 12 % gestiegen ist, macht somit nach meiner Rechnung real 5,5 Prozent Minus im Einzelhandelsumsatz. Da trifft es sich gut, dass ein Herr Dietrich W. Thielenhaus die Kolumne von Herrn Fisher aus der Vorwoche wie folgt kommentiert „Die Kolumne von Ken Fisher wirkt zunehmend grenzwertig und irreal. Die permanente und penetrante Schönfäberei hat mit den volkswirtschaftlichen Fakten kaum noch etwas zu tun und dient offenbar vorrangig zur euphemistischen Stimmungsmache in eigener Sache. Da wird die Bullenkappe allmählich zur Narrenkappe.“ Besser kann man es nicht kommentieren. Es scheint also in Deutschland doch noch mündige Bürger zu geben, die sich von der penetranten medialen Manipulation immunisieren können. Somit gibt es neben mir zumindest noch einen weiteren Pessimisten aber der wird den Sirenengesängen der Börse genauso widerstehen wie ich. Und da ich schon dargelegt habe, warum die Kurse aktuell noch steigen, Betonung liegt dabei auf dem Wort noch. Anbei meine TOP-30 Gründe dafür, warum auf Basis der mir aktuell vorliegenden Informationen, der DAX noch einmal deutlicher fallen wird. 1.Der VIX (auch Angstindikator genannt) steht per Freitag bei 17,10 und ist damit in die Zone vor dem Abverkauf Ende Juli/Anfang August gefallen. Das Tagestief lag sogar bei 16,10. 2.Das Sentiment an der Nasdaq ist am Freitag auf 128,02 gestiegen und hat damit sogar die Werte aus dem Sommer letzten Jahres übertroffen. 3.Das Sentiment der Optionskäufer hat im 14 Tage-DS einen Wert von 0,402 erreicht und steht damit sogar noch höher als vor dem August-Crash. 4.Auch das Verhältnis zwischen Mittelzuflüssen in Aktienfonds und Geldmarktfonds hat das Sommerniveau übertroffen. 5.Unter folgendem Link sieht man sehr übersichtlich (anhand der Aktien über dem 20er, 50 er und 200er DS) wie stark der US-Markt technisch überkauft ist. 6.Das Retailsentiment gemäß AAII und auch das der Börsenbriefe hat ein so bullishes Niveau erreicht wie es in der Regel vor größeren Korrekturen auftritt. 7.Die Profis (Commercials) hatten per 13.09.2011 eine Long-Positionierung im S&P von 106.985 Long-Kontrakten. Per letzten Dienstag lag die Positionierung bei nur noch 2141.8.Bezüglich der Nasdaq ist die Positionierung der Commercials nicht weniger interessant. Per 29.11.2011 lag eine Positionierung von -3417 Kontrakten vor, was damals 3,87 % der offenen Positionen ausmachte. Per letzten Dienstag sind die Commercials mit 26017 Kontrakten Short, was 28,30% aller offenen Positionen entspricht. Das heißt in zwei Monaten haben die Profis Ihre Shortposition um den Faktor von rund 7 erhöht. 9.Von der Makroseite gibt es noch keine Entwarnung, daß es nicht zu einer Rezession kommt. Peter Hussman fasst es mit folgendem Satz sehr gut zusammen. „Given the strong and rather obvious relationship between the most recent year-over-year rate of GDP growth and the prospect of oncoming recession, it’s difficult to understand why Wall Street so completely rejects the likelihood of an economic downturn.” Details dazu, wie er zu dieser Einschätzung kommt, können Sie unter folgendem Link nachlesen. 10.Das QE der FED ist inzwischen so stark eingepreist, daß es selbst bei einer morgigen Verkündigung von einem QE3, nach einem kurzen Anstieg zu einem Abverkauf kommen wird, weil es ein Fall des Fait accompli wäre. 11. Ein Krieg zwischen Israel und dem Iran kann in den nächsten Wochen starten und wird zumindest aus psychologischen Gründen zu einer Angst-Prämie im Ölpreis führen. Bei einem WTI-Ölpreis von aktuell rund 98 Dollar ist das wohl das Letzte, was der ohnehin gepeinigte US-Verbraucher aber auch weltweite Verbraucher benötigt. 12.Ähnlich wie im Jahr 2007, wo uns versichert wurde, daß es nur regionale Immoilienblasen in den USA geben würde, wird uns aktuell erzählt, daß es in China auch nur regionale Immobilienblasen gibt und das Ganze natürlich den China-Boom nicht beeinträchtigen wird. Wer das glaubt, sollte sich mal folgenden Beitrag genauer durchlesen. 13.Der Welthandel bringt es mit sich, daß die gehandelten Güter transportiert werden müssen. Ein Barometer für die Aktivität des Welthandels, wobei die Betonung auf eins liegt, ist der Balticdry Index. Dieser Index ist seit Jahresanfang von rund 1750 auf aktuell 647 eingebrochen. Wer glaubt, daß das nichts zu sagen hat, kann sich bi stockcharts.com unter dem Symbol $BDI ja mal anschauen, wie sich dieser Index im Jahr 2008 entwickelt hat. Parallelen sind sicherlich rein zufällig und haben nichts zu bedeuten. 14.In den USA ist Wahljahr Wenn bei den Republikanern klar ist, wer der Kandidat ist, werden die den Republikanern nahestehenden Medien wie der Sender Fox und auch die Wall Street bis zur Wahl im November alles tun, um die Wirtschaft so darzustellen wie Sie tatsächlich ist, schwach und depressiv. Nur durch das QE-Doping und der damit hervorgerufenen Inflation (die offiziell natürlich viel zu niedrig ausgewiesen wird) wird überhaupt ein nominales BIP-Wachstum ausgewiesen. 15.Wahrscheinlich wird man dann auch fast täglich auf die Millionen Menschen hingewiesen, die Lebensmittelmarken erhalten und nur dank staatlicher Unterstützung überhaupt etwas zu essen bekommen. Das sind sicher nicht die Menschen, die den freudigen Konsumenten abgeben, der zum Wachstum beiträgt, von dem Herr Fisher träumt. 16.Der folgende Punkt paßt so schön zum letzten Freitag. Zeigt er doch, wie gedankenlos Wall Street die Kurse wegen guter Arbeitsmarktdaten nach oben pusht, obwohl bei genauerem Blick klar wird, daß es nichts anderes als ein statistischer Fake ist. Von daher werden US-Banken auch in Zukunft noch so manchen Kredit abschreiben und weniger Kredite vergeben, weil ohne Job, kein Einkommen und ohne Einkommen zumindest (aktuell noch) kein Kredit. Details anbei 17.Der Kongreß und Senat werden von den Republikanern dominiert, das heißt, Obama wird keine weiteren Konjunkturmaßnahmen oder Stützungsprogramme für den Immobilienmarkt durchkriegen. Das wird sich negativ auf die US-Wirtschaft auswirken. 18.Ebenso ist auch der Spielraum der FED im Wahljahr viel kleiner als manche glauben. Zum einen weil die FED-Bilanz schon so gehebelt ist, daß aus welchem Grund steigende Zinsen zu empfindlichen Verlusten führen werden aber viel wichtiger, weil Bernanke gerne FED-Chef bleiben will. Senat und Kongreß gehören schon den Republikanern, sollte auch der Kandidat der Republikaner Präsident werden und er sich im Wahljahr mit einem QE zur Stützung von Obama entscheiden, wird er keine weitere Amtszeit bekommen. Ich glaube nicht, daß Bernanke das riskieren wird und damit fehlt den Börsen kurzfristig der dringend benötigte Liquiditätsspender. 19.Im Sommer wird wieder einmal die Schuldengrenze erreicht werden. Wer noch in Erinnerung hat, was an den Börsen letztes Jahr während dieses Feilschens los war, wird sich als Bär sicherlich auf diese Zeit freuen. Als Bulle wohl eher nicht. 20.Die griechische Tragödie wäre auch bei der Verkündung eines 70%igen Haircuts nicht vorbei. Denn das Land hat kein Geschäftsmodell, abgesehen vom Frisieren irgendwelcher Statistiken. Heißt also, weiter alimentieren oder doch vor die Wand fahren lassen. Und was machen wir mit Portugal. Nicht, daß sich die Börsen in irgendeiner Form um das Schicksal dieser Länder kümmern würden aber Unsicherheit ist für einen Bullen schlimmer als schlechte Nachrichten. Denn die kann man ja ignorieren. 21. Die Gewinnschätzungen für das Jahr 2012, gerade auch für deutsche Aktien, gehen in der Masse von Steigrungen aus (Gemäß dem Statistikteil von Focus Money und Börse Online). Und das haben die Börsen auch schon mehr als eingepreist. Das heißt Enttäuschungen sind nicht eingepreist und wer gesehen hat wie schnell und heftig Anleger die Enttäuschung bei Amazon eingepreist haben (mehr als 7% Minus an einem Tag) bekommt eine Ahnung davon, was da kommen wird. 22.Und dann hätten wir noch Japan. Dessen Schulden übertreffen sogar noch die Schulden von Griechenland. Mehr als 200% des BIPS. Bisher alles zu Lasten der eigenen Bevölkerung finanziert. Auf der Suche nach einem schwarzen Schwan könnte man hier fündig werden. Ein Problem was allseits bekannt ist und bisher nicht gestört hat, wird von heute auf Morgen zu einem Riesenproblem. Wie das? Zum Beispiel mit folgender Meldung: Japan konnte neue Anleihen nur zu einem deutlich höheren Zinssatz verkaufen. In dem Jahresausblick 2010 des Wellenreiters wurde schon einmal dargestellt, wie anfällig Japan für steigende Zinsen ist. Anbei der Link: 23.Im Jahr 2011 gab es soziale Unruhen in Nordafrika. Im Jahr 2012 ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es in den europäischen Mittelmeerstaaten zu Massenprotesten und antieuropäischen Stimmungen kommen wird. Denn die Rezession wird sich schmerzvoll bemerkbar machen. Mag sein, dass für Gesamteuropa eine milde Rezession ansteht aber ganz sicher nicht für Länder wie Spanien, Portugal und Italien. 24.Historisch gesehen ist die Bewertung des US-Aktienmarktes sehr hoch. Inclusive Dividenden liegt die erwartete Rendite von US-Aktien auf Basis des S&P 500 laut dem Bewertungsmodell von dem Hedgefondsmanager Peter Hussmann bei 4,7% p.a. auf Sicht der nächsten 10 Jahre. Das heißt, wenn Sie heute in den S&P investieren und 10 Jahre durchgängig investiert sind, würden Sie inclusive Dividenden 4,7% nominal an Rendite erhalten. Wie er auf diesen Wert kommt, können Sie bei Interesse gerne auf seiner Webseite nachlesen. Entscheidend ist, daß 4,7% ein ungewöhnlich niedriges Chance-Risiko-Verhältnis darstellen. Denn diese Rendite würden Sie auch erreichen, wenn der S&P sechs Jahre lang fällt und dann in vier Jahren so stark steigt, daß Sie auf diese Rendite kommen. 25.In Frankreich ist Wahljahr und das wird bei einem Kandidaten wie Sarkozy sicher nicht dazu führen, dass er sich in den nächsten Monaten wirtschaftsfreundlich geben wird. Eher ist davon auszugehen, dass er einen populistischen Kurs einschlagen wird. Seine Transaktionssteuer ist da nur der Anfang. Und auch die CDU hat inzwischen erkannt, daß man beim eignen Wähler am besten damit punktet, daß man von den klammen Südeuropäern weitere Sparanstrengungen fordert. Und das Problem und der Weg zu diesem Problem sind in folgendem Beitrag sehr gut beschrieben: 26.Rein Markttechnisch gesehen sind sowohl im S&P 500 als auch im DAX Punkte erreicht, wo die Luft nicht nur dünn ist, sondern vor dem Hintergrund der starken Überkauftheit, schon gar keine Luft mehr da ist. Jeder weitere Anstieg wird das Rückschlagpotential nur weiter erhöhen und wie schnell das geht, hat man Anfang August letzten Jahres gesehen. 27.In den USA hat sich ganz unbemerkt der Zins für besonders kurzlaufende US-Anleihen erhöht. Seit Anfang des Jahres von 0,005 Prozent auf 0,07 Prozent. Das sind 1400 Prozent. Kritische Zeitgeister wie ich, erkennen darin, Bewegungen zu einer inversen Zinsstrukturkurve in Zeiten von weltweiten QEs, wo man nicht so direkt weiß, wie sich in einem solchen Umfeld inverse Zinsstrukturkurven ausbilden. Als Permabulle würde ich sagen, was sind schon 0,07 Prozent, wenn der S&P am Freitag 1,46% gestiegen ist. Die Veränderungsrate von 1400 Prozent blendet der Bulle dabei natürlich in geübter Weise aus. 28.Es gibt Experten, die sich mit Konjunkturzyklen in unterschiedlichsten Zeitreihen beschäftigen. Unter dem Stichwort Kress-Zyklus beschäftigt sich ein Autor namens Cliff Droke sehr intensiv mit der Konjunktur. Demnach geht es bis ins Jahr 2014 konjunkturell abwärts. Das wäre zunächst einmal nichts anderes als eine Meinung unter Vielen aber wenn man sich die Details und vor allen Dingen den historischen Track-Rekord dieser Zyklen anschaut, ist es alles andere als grundlose Schwarzmalerei. Anbei der Link: 29. Das Shiller-10-KGV liegt in den USA aktuell bei 22. Günstige Aktienmärkte sehen anders aus. 30.Die Gewinnspanne der US-Unternehmen liegt auf einem historisch hohen Niveau. Denn aus der Belegschaft wurde bis auf den Knochen alles weggeschnitten. Das ist ein Zustand, den einige Kommentatoren völlig zu Recht als UNSUSTAINABLE beschreiben. Zum guten Schluss noch ein weiteres Argument, was zugegebenermaßen auf keiner fundamentalen Grundlage basiert. Im Jahr 2008 haben die New York Giants den Super Bowl gewonnen. Zufälligerweise haben die Giants auch dieses Jahr gewonnen. Ich könnte sicher noch viele andere Argumente aufzählen, die dazu führen, daß ich ein Pessimist bin. Stelle ich mich deshalb gegen die Bullenherde und SHORTE blind den Markt. Nein. Denn es ist eine Sache langfristig mit seinen Argumenten Recht zu bekommen aber was hilft das, wenn man bis dahin zwanzigmal Pleite ist, weil die Blase länger aufrecht erhalten bleibt als man gedacht hat. Die Nasdaq hat sich vom Sommer 1999 bis in den März 2000 auch verdoppelt bevor es in den Keller gegangen ist.
    Viele Grüße

  • tetik

    Hallo Herr Riße,

    aus meiner Sicht sieht es ganz anders aus, als Sie und auch viele andere momentan einschätzen. Sie suchen sich ein Beispiel heraus wie das Handelsblattgespräch und darauf bauen Sie Ihre Argumentation auf, daß de Stimmung (zmindest in Deutscland) schlecht ist, negative Nachrichten aber zu keinen fallenden Aktienkursen führen und damit nur weiter steigen können. Gerne wird auch folgende Geschichte erzählt. Festgeld oder sichere Anleihen bringen wenig Ertrag, Junk Bonds sind zu risikoreich, bleibt also nur die Anlage in den Aktienmarkt. Ich selber halte aktuell nur Festgeld und physisches Gold und selbst wenn der DAX kurzfristig noch etwas weiter steigt, werde ich nicht auf diesen Zug aufspringen. Wenn Sie oder Leser Ihres Blogs meinen, daß der nächste Bullenmarkt gerade im Gange ist und es nach der überälligen technischen Korrektur weiter nach oben geht, empfehle ich Ihnen die Tageskommentare zum DAX von Herrn Gräfe auf Godmode. Denn er ist aus meiner Sicht einer der fähigsten Daytrader in Deutschland und wird Sie alle sicherlich rechtzeitig warnen, falls die Bullnrally sich doch als ausgeprägte Bärenmarktrally entpuppt und das Geiche passiert wie im Jahr 1932. Es gibt viele Gründe für die aktuell steigenden Kurse nur nicht den, daß sich die Wirtschaft verbessert und eine Rezession vermieden werden könnte. Von daher glaube ich auch nicht an die Nachhaltigkeit der aktuellen Bewegung. Meine TOP-15 Gründe warum die Kurse (noch) steigen, weil
    1. die EZB den Banken 489 Mrd. Euro für drei Jahre geschenkt hat
    2. die Fed im Rahmen eines Swaps mit der EZB unlimitiert Dollars bereitstellt
    3. am Jahresanfang überduchschnittlich viel Geld in den Markt kommt
    4. die Hoffnung darauf, daß die Griechen sich doch irgendwie mit den Gläubigern einigen und im Euro bleiben
    5. die Brandmauer doch irgendwie auf mindestens eine Billion hochgezogen wird. Am besten indem die Chinesen einen Teil Ihrer Devisenreserven in ESM-Anleihen investieren
    6. die FED mit weiteren QEs die US-Wirtschaft rettet
    7. die Chinesen auch endlich wieder die geldpolitischen Zügel schleifen lassen werden
    8 die EZB den Leitzins spätestens bis Sommer auf 0,5% runtersetzen wird
    9. die EZB im Fall der Fälle doch alle Hemmungen fallen lassen wird und jede auf € lautende Anleihe aufkaufen wird
    10. dass die Schwellenländer, allen voran China, das schwächelnde Europa und die USA jetzt und in alle Zukunft als Motor der Weltwirtschaft ersetzen können und somit eine globale Rezession verhindert werden kann
    11. der Facebook Bösengang bei kolportierten 10 Mrd $ und einer konservativ geschätzen Provision von 1% den beteiligten Banken 100 Mio. $ Dollar an Gebühren zuzüglich diverser Zusatzeinkünfte (z. B. Umschichtungen, Schreiben on Optionen, Kundenprovisionen etc.) einbrngt und daß in einem vermeintlichen Bullenmarkt leichter ist als in einer Baisse
    12. in den USA Wahljahr ist und daher die veröffentlichten Konjunkturdaten noch mehr geschönt werden als sonst, bestes Beispiel der heutige Arbeitsmarktbericht. Anbei der Link bei Interesse
    http://www.zerohedge.com/news/final-nail-todays-nfp-tragicomedy-record-surge-part-time-workers
    13. in den USA Wahljahr ist und man daher noch hier und da die verbliebenen Dollar bis zum Erreichen des nächsten Schuldenlimits in kurzfristige Baußmaßnahmen investiert, um die Hausbaustatistik gleich mitschönen zu können
    14. in Frankreich Wahljahr ist und böse Zungen tatsächlich behaupten, daß die französische Regierung die Großbanken des Landes darm “gebeten” haben soll, die EZB-Liquidität in spanische, italienische und natürlich franösische Anleihen zu investieren
    15. Ende Februar die EZB einen weiteren Tender zuteilen wird und einige Marktteilnehmer auf ein Volumen von einer Billion Euro spekulieren, die die Banken (man ahnt es schon) natürlich wieder in kritische Euro-Anleihen investieren werden.

    Ich könnte sicherlich noch weitere Gründe aufführen aber es sollte klar geworden sein, daß ich hinter dem aktuellen Anstieg andere Gründe sehe als ich in Ihren letzten Beiträgen gelesen habe. Zum aktullen Sentiment. Hier habe ich auf Deutschland bezogen zu 90% eine komplett andere Sicht als Sie. Die Stimmung ist auch in Deutschland analog zu den USA überdurchschnittlich positiv. Schauen Sie sich dazu bitte einmal den IFO, den letzten ZEW und GFK Bericht an. Ich habe zudem bei dem beliebten Ratespiel “Wo steht der DAX am 31.12.2012″ keine DAX-Prognose gesehen, die den DAX schlechter als 5000 gesehen hat aber dafür ums mehr, die den Dax Richtung 7000 gesehen haben. Damals stand der DAX bei 58000, jetzt steht er bei 6700. Von daher liegen die neuen Ziele wohl bei 8000. Anbei der Link http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article13793033/So-erfolgreich-wird-das-Jahr-2012-an-der-Boerse.html
    Um ein gutes Bild über das Sentiment in Deutschland zu bekommen, hilft es mir persönlich, die Cover-Storys von Börse Online, Focus Money, Der Aktionär und Euro am Sonntag zu lesen. Da hat man auf dem Cover des Aktionärs von letzter Woche Herrn Bernecker (der aus meiner Sicht einer der schlimmste Vertreter der Permabullen Fraktion ist und damit das passende Gegenstück zum Permabären Roland Leuschel ist) vor grünem Hintergrund mit der Aussage lesen dürfen, das 2012 ein gutes Aktienjahr werden wird. Oder schauen Sie sich die Kommentare auf Godmode an. Da geht es aktuell auch nur um die Frage, wann fällt die 7000? Auf Börse.de waren schon im Jahr 2008 die 20000 im DAX ausgemachte Sache. Jetzt liegt das Ziel wohl bei 30000. Und schauen Sie sich die bisherigen Kommentare auf Ihren Beitrag an. Pessimismus sieht anders aus. In einem Punkt können Sie in der Tat sagen, das Sentiment ist wirklich schlecht. Nämlich bei den hohen Put/Call Ratios. Die Ursache sehe ich aber darin begründet, daß hier bereits aufgebaute Bestände abgesichert werden.
    FAZIT: Wer heute oder nächste Woche am Aktienmarkt spekuliert, sollte sich an folgenden Börsenspruch aus den USA erinnern. You fool me once, shame on you. You fool me twice, shame on ME. Denn wer nach der geplatzten Internetblase im Jahr 2000 und der Hypothekenblase im Jahr 2007 immer noch nichts dazu gelernt hat, mit dem wird die Börsenfee bestimmt kein Mitleid haben, wenn auch diese Bondblase eher früher als später plazt.

    Viele Grüße

    PS: Für diejenigen, die gerne das Superagument zitieren “Do not fight the FED” und schon gar nicht in einem US-Wahljahr, habe ich folgende Informationen zumindest zum Nachdenken. Die FED gab es auch in den US-Wahljahren 2000 und 2008. Das damalige Ergebnis ist bekannt und da dieses mal natürlich wirklich alles ganz anders ist, gibt es für die Schaafe von Gordon Gekko auch keinen Grund zur Sorge.

    • Stefan Riße

      Sie sind ein ausgemachter Bär. Und damit haben wir schon mal einen Pessimisten hier. Und es gibt viele, die in sich in Ihrem Lager befinden. Im Übrigen gab es noch nie eine Handelsblatt-Prognose, die zum Jahresende tiefere Kurse prognostiziert hat. Die Abweichung ist immer dergestallt, dass es entweder in die gänzlich andere Richtung geht, oder die Analysten viel zu vorsichtig sind. Letzteres dürfte meiner Ansicht nach in 2012 der Fall sein. Auch Börsenmagazine lassen sich mit optimistsichen Kommentaren besser verkaufen. Vor allem institutionelle sind tatsächlich aber vollkommen unterinvestiert, oder wie sie richtig schreiben, angesichert, was aber Underperformance bedeutet. Das Interpretieren von Sentiments ist eben extrem komplex.
      Was die wirtschaftlichen Aussichten betrifft, so bin ich alles andere als euphorisch, sondern auch eher skeptisch für die USA und große Teile Europas. Ihre 15 Gründe sind aber doch gute Argumente, Aktien zu kaufen, denn sie sorgen dafür, dass die Kurse steigen. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten, liefern nur das spätere Fundament, damit sie auch oben bleiben. Daran wird es womöglich irgendwann mangeln. Aber vielleicht rutschen sie dann trotzdem nur auf das aktuelle Niveau ab, weil dieses bereits Unterbewertung bedeutet. Deshalb ist das chance/Risiko-Verhältnis aus meiner Sicht gut.

    • Paul

      Ich kann an tetiks Argumenten nichts falsches finden, er wird wahrscheinlich auch früher oder später Recht bekommen. Klar, weiß keiner bis wohin die Rally trägt und ob es doch nur eine Bearmarketrally ist. Nur eines verstehe ich nicht, was hindert ihn daran den Bullen zu reiten so lange er trabt? Warum soll man auf die Rendite verzichten? Wo er doch auch selbst schreibt dass uns Rocco Gräfe rechtzeitig warnen wird?

      • tetik

        @ Paul
        Herr Gräfe ist ein Mensch und daher genauso wie Sie und ich nicht unfehlbar. Wenn Sie ein kurzfristig agierender Trader sind, der die Märkte ständig im Blick hat, dann können Sie ja gerne den Bullen reiten. Ich habe diese Möglichkeiten nicht. Bitte bedenken Sie dabei nur folgendes. Auf so einem hohen DAX-Niveau kann der Auslöser für einen größeren Rückschlag aus jeder Ecke kommen. Ein Herr Gräfe ist dann emotional in der Lage, einen Verlust ohne Wenn und aber (also kein Hoffen und Aussitzen) zu realisieren und von vorne anzufangen. Wenn Sie das auch können, Gratulation. Ich bezweifle jedoch, daß die Masse der Menschen, die jetzt versuchen, den Bullen zu reiten, das auch können.
        Viele Grüße

    • Steven Steinhagen

      Ich finde auch, dass ihre Argumentation zwar nachvollziehbar ist, aber zu wenig die Psychologie der Börse in Betracht zieht und vor allem den Konjunkturpunkt an dem wir uns momentan befinden. Nach ihrer Meinung dürfte man ja dann prinzipiell nie wieder Aktien kaufen und ich denke auch, dass im Laufe der nächsten Jahre noch einige schwerwiegendere Argumente, zu ihren bereits aufgezählten, hinzukommen werden.

  • Paul

    Das AAII Sentiment ist diese Woche wieder “schlechter” geworden, also die Bullen weniger und die Bären mehr. Am 27.10. war das Verhältnis Bullen/Neutrale/Bären nahezu identisch, direkt danach einen kräftigen Einbruch. Seitdem hat sich vom Umfeld her nichts verbessert oder verschlechtert. Allerdings hatten wir in der Zwischenzeit auch wesentlich bessere Sentimentdaten mit mehr Bullen und weniger Bären.
    Ehrlich gesagt tu mir schwer das zu interpretieren neige aber dazu den Schwund bei den Bullen positiv zu sehen.
    Außerdem glaube ich dass bei steigenden Aktienkursen auch das Vertrauen in der Wirtschaft und in die Wirtschaft zurück kehrt. Wer Vertrauen hat der investiert, wenn investiert wird, wird Geld verdient. Ich kann mich durchaus damit anfreunden dass wir, schlechtere Daten, Griechenland, Portugal hin oder her, am Anfang eines neuen Bullenmarktes stehen könnten. Kurzfristig täte eine kleine Korrektur wirklich Not. Ob der Markt uns den Gefallen tut angesichts der Dividenden die in den nächsten Wochen und Monaten ausgeschüttet werden tut darf bezweifelt werden.

    • Stefan Riße

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Bin, was den Rückschlag betrifft, auch nicht sicher.

  • http://www.timschaefermedia.com Tim von der Wall Street

    Kein Mensch kann mit Sicherheit sagen, wohin die Kurse kurzfristig laufen werden. Das gleicht dem Blick in die Glaskugel. Entweder es rauf, stagniert oder runter….

    Langfristig steigt die Börse. Das macht der Dow Jones seit 100 Jahren. Der Index ist eine unglaubliche Gewinnmaschine. Insofern kann man davon ausgehen, dass die Börse das weiterhin sein wird. Aus diesem Grund halte ich nicht viel von dem ganzen Untergangsgelaber.

    • Steven Steinhagen

      Das sehe ich absolut genau so! Ich hatte den aktuellen Artikel und die in ihm aufgeworfene Frage, als Frage wohin es kruzfristig mit dem Dax gehen würde. Insgesamt bin ich für dieses Jahr sehr positiv gestimmt und denke auch nicht, dass wir am Anfang eines neuen Bullenmarktes stehen, sondern sehe das 2. halbjahr 2010 als eine Konsolidierung des allgemeinem Aufwärtstrend seit März 2009.

  • Steven Steinhagen

    Ich denke, dass die aktuelle Rally durchaus den Schwung bis in die Richtung von 7.000 Punkten mitnehmen kann, auch weil es zwischen den starken Widerständen um 6.500 und der 7.000er Chart-technisch entspann aussieht. Ab dort würde ich dann eine Korrektur erwarten. Alles rund um den März herum und das sieht der Chefaktienstratege der DZ Bank, heute im Financial Times Deutschland Interview ähnlich.

  • J. Krogmann

    Die Geldschwemme wandern in alle liquiden Anlageklassen, deshalb “liquidity-hausse”, schlechtere Nachrichten wirken sich einfach nicht besonders aus.
    Die jetzt getätigten falschen Anlagen/Investitionen werden dann erst bei steigenden Zinsen deutlich, erst dann sollte es mal stärker runter gehen, aber so sieht es erstmal gut aus, auch wenn dieser starke Anstieg sicher korrigieren dürfte.

  • Herbert

    Hallo Herr Riße,

    könnte es sein, dass auf Grund des von einigen/vielen(?)zu erwarteten Absturzes des DAX viele Puts im Markt waren und jetzt ein short-squeeze stattfand. Die Unternehmensnachrichten der letzten Tage waren ja nicht so überragend?

    • Stefan Riße

      Exakt das dürfte der Fall sein!

      • Gabler Michael

        nach den Daten von Cognitrend per gestern wäre auch noch genügend zündstoff da; es bleibt spannend ob allerdings die “leitbörse” in usa wenigstens einigermaßen noch mitspielen können…der gestrige Tag deutet aber schon auf weitere Kraft im Markt da nicht einmal der Amazon-Einbruch die Nasdaq stoppen konnte…

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