Gold-Renaissance?

NL_gold„Nach Golde drängt, am Golde hängt, doch alles“, heißt es in Goethes Faust. In den vergangen sechs Monaten lief es jedoch umgekehrt, da drängte alles raus aus dem Golde mit den bekannten Folgen. Der Preis für eine Feinunze erlebte die größten Kursverluste seit 30 Jahren. Über die Ursachen wird nach wie vor gestritten. Die einen breiten in teilweise abstruse Verschwörungstheorien aus, die anderen – so wie ich – halten es für eine übliche Korrektur, ausgelöst durch die Liquidation gehebelter Positionen am Terminmarkt. Längst nicht immer, aber in diesem Punkt bin ich einig mit Rohstoffexperten Jim Rogers.

Das Verstehen der Vergangenheit ist nicht unwichtig, für den Anleger ist jedoch viel wichtiger, wie es nun weiter geht mit dem Gold. Bietet es immer noch die Sicherheit, die viele Käufer in den zehn Jahren Aufwärtstrend bis September 2011 gesehen haben? Und Sicherheit wogegen eigentlich? Meine Empfehlungen für das Edelmetall, die ich an dieser Stelle zu gewissen Zeitpunkten immer wieder ausgesprochen habe, gründeten sich stets auf die von mir erwartete Inflation. Das Gros der Investmentnachfrage war hingegen getrieben, von der diffusen Angst eines kompletten Zusammenbruchs des Finanzsystems, in der letzten Phase des Goldpreisanstieges insbesondere vor einen Zusammenbruch des Euro-Systems. Die Angst hiervor hat sich verflüchtigt, seitdem der Präsident der Europäischen Zentralbankpräsidenten (EZB) Mario Draghi vor gut einem Jahr erklärt hat, dass der Euro unumkehrbar sei und die EZB alles dafür tun werde, ihn zu verteidigen. Da die Inflation trotz aller Gelddruckaktivitäten bisher auch nicht angesprungen, sondern zuletzt sogar zurückgegangen ist, fehlt auch dieser Antrieb ins Gold zu investieren. Sollte der Anleger es auf dem aktuellen Kursniveau dennoch tun?
Hier gibt es die kurzfristige und die langfristige Sicht. Kurzfristig betrachtet hat sich der Goldpreis zuletzt von seinen Tiefs bei 1.180 US-Dollar wieder auf rund 1.360 US-Dollar pro Feinunze erholt. Bemerkenswert ist dieser Anstieg deshalb, weil er sich vollzogen hat, vor dem Hintergrund einer extremen Abwertung der Indischen Rupie. Das hat es in der Vergangenheit fast nie gegeben, weil Indien aufgrund der Bedeutung des Goldschmucks noch immer größter Goldimporteur ist. Je tiefer die Landeswährung fällt, desto geringer ist die Kaufkraft. Grund für die relative Stärke gegenüber der Rupie dürfte die stark anziehende Nachfrage aus China sein. China wird Indien als Goldimporteur in Kürze überholen. Im zweiten Quartal haben die Chinesen mit 295 Tonnen 85 Prozent mehr nachgefragt, als im Jahr zuvor. Die Inflation im Riesenreich liegt bei fünf Prozent und während in Indien, die Regierung den Goldimport versucht einzuschränken, wegen der hochdefizitären Handelsbilanz, ist die chinesische Regierung Befürworter der Goldkäufe, weil das dort investierte Geld nicht die Immobilienpreise weitertreibt. Vor rund einer Woche hieß es dann auch im Handelsblatt: „Experten rechnen mit einem erneuten Anstieg des Goldpreises.“ Das ist aus antizyklischer Sicht eher negativ zu bewerten, die klassischen Stimmungsindikatoren wie die US-Anlagestrategen sind mit 38 Prozent Optimisten in der Summe aber noch sehr skeptisch zum Gold eingestellt. Früher war dies ein klares Kaufsignal.

Consensus Gold

Die langfristige Sicht aufs Gold bleibt für mich gleich. Inflation wird und muss irgendwann kommen, um das Verschuldungsproblem zu lösen. So oder so wird das Papiergeld in seinem Volumen ständig größer, während die Goldproduktion abnimmt. Am Ende dürften alle Papier-Währungen gegenüber Gold abwerten.

  • Ludwig Brunner

    Das sogenannte “Verschuldungsproblem” wird dann zum wirklichen Problem, wenn man meint, es “lösen” zu müssen.

    Mittels “Kreditformen” ist es zumindest zeit- oder übergangsweise möglich, die Eigentumsschranken – wenn nicht zu lösen, dann doch – zu umgehen.

    Wer natürlich meint, dass es bei einer kapitalistisch orientierten
    Wirtschaft keine solchen Schranken gäbe, darf gerne auch an das Say’sche Theorem oder an die vollständige Gültigkeit von Quantitätsmodellen glauben. Glauben deshalb, weil dieser Glauben eindeutig auf zu wenig Wissen, aber ein hohes Maß an Erkenntnisphobie fußt.

    Angesichts der vorhandenen Geldmenge im Verhältnis zur (Nachfrage-induzierten) Wirtschaftsleistung ist eine tiefe Verankerung in scholastisch-volkswirtschaftliche Denkweisen notwendig, um daran glauben zu können, dass mittels einer Geldmengensteuerung hauptsächlich über den (höheren) Zinssatz ein Werterhalt-sicherndes Transaktionsmittel stets und immer möglich sei.

    Angeblich ist Effizienz ein Charakteristikum der bürgerlichen Gesellschaft.

    Mit solchen Effizienzmitteln aber braucht man diese Aussage aber nicht (mehr) in Frage zu stellen, weil sie bereits obsolet ist.
    Administrative Maßnahmen, welche unmittelbar wirken und auf diese Weise für den Werterhalt eines Transaktionsmittels geeigneter sind, weil sie damit die Notwendigkeit eines “Bankenrun” genannten Phänomens zum Werterhalt der Aktiva durch Umtausch des Tranksaktionsmittels vermindern, stellen per
    se die bessere Alternative dar.

    Solange sich die Kosten für die Arbeitskraft im Verhältnis zur potentiellen Produktivität nicht erhöhen und sowohl die reale, als auch die potentielle Kapazitätsauslastung der Gesamtheit der offenen Volkswirtschaften eher sinkt als steigt, solange geht die Gefahr einer Konsumgüterinflation im wesentlichen nur von
    einseitig stark bullish orientierten Terminmärkten aus, was insbesondere 2007 und 2008 zu beobachten war. Die Zinspolitik der EZB war in dieser Phase höchst kontraproduktiv und stellt für den umsichtigen Analysten einen maßgeblichen Mitgrund für das Ausmaß der damaligen Form der Finanzkrise dar. Denn je höher der Zinssatz und je höher der (geglättete) Realzins ist, desto höher hängt die Latte für das kaufmännische Kalkül, mittels Produktionsausweitung die Nachfrage auf einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau zu befriedigen. Auf diese Weise leistet man eher einer Preis-Lohn-Spirale Vorschub, als Inflationsgefahren effizient zu bannen.

    Diese “einleitenden” Sätze sollen vermitteln, dass eine “Gold-Renaissance” eigentlich nicht auf der Gefahr einer Konsumgüterinflation gründen sollte.

    Gold ist aber auch kein Konsumgut, sondern hauptsächlich
    Anlage-Objekt, welches zumindest dem Werterhalt, wenn nicht gar der Wert-Ausweitung dienen soll.

    Aber – kann es das?

    Grundsätzlich kann es dies wohl schon, sofern man unterstellt, dass die Gewinnung von Gold tendenziell immer aufwendiger wird und die Quantität von Wertaufbewahrungsformen tendenziell zunimmt, während der mit dem kaufmännischen Kalkül zu vereinbarende Realzins sich eher reduziert.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen wird Gold (hauptsächlich wegen der relativen Preishöhe) industriell kaum eingesetzt. Und einmal zu Schmuck verarbeitetes Gold erhöht durch “Zurückverwandeln” in Gold in aller Regel nicht seinen Preis.

    Im letzten Jahrzehnt sind die Förderkosten von Gold stark gestiegen, was zwar auch dem hohenPreisniveau bzw. dessen Erwartung geschuldet war, indem u.a. in bereits “erschöpften” Minen nachgefördert wurde, weil es die Rentabilitätslogik
    aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen erlaubte.

    Während es aber vor 15 Jahren noch möglich war, zu Preisen von 500 Dollar je Unze nahezu die gesamte damalige Produktion rentabel zu fördern, ist dies heute schon bei einem Preisniveau von 1.000 Dollar je Unze nicht mehr der Fall.

    Nicht zuletzt aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise in den letzten 15 Jahren seit dem Hochpunkt der Asienkrise im Herbst 1998 wird es wohl auch nicht mehr zu einer gewaltigen
    Föderkostenreduktion kommen, falls nicht unvorhergesehen günstig zu erschließende neue Lagerstätten mit entsprechendem Ausmaß entdeckt werden sollten. Davon ist aber tendenziell eher nicht auszugehen, als dies in das Kalkül über den künftigen Goldpreis miteinzubeziehen.

    Falls also künftig Nachfrage nach Gold auftreten sollte, welche nicht durch einen Besitzerwechsel zu befriedigen ist, muss dieses Gold gefördert werden. Gefördert werden wird es – von Ausnahmen abgesehen – aber nur, falls dies profitabel möglich ist. Bei tendenziell steigenden Förderkosten bedarf es dann eines entsprechenden Preises.,

    Abgesehen von massiven Marktasymmetrien mit entsprechendem Angebotsüberhang stellt diese Rentabilitätsschwelle also den relativen Mindestpreis von Gold als Anlagegut/Asset dar.

    Da Gold nur bedingt mittels entsprechender Förderung “vermehrt” werden kann, ist die Quantität dieser Assetklasse durchaus überschaubar.

    Weil Gold aber im Gegensatz zu vielen anderen Anlagegütern sehr disponibel ist und eigentlich durchgehend überall und zu jeder Zeit gekauft und verkauft
    werden kann, stellt es ein relativ effizientes Ersatztransaktionsmittel dar, selbst wenn es nicht administrativ als gesetzliches Zahlungsmittel erlaubt ist. Und bei einem Blick auf den Terminmarkt stellt man unschwer nicht nur eine absolute “Verteuerung” in der Zukunft fest, sondern auch
    eine relative im Verhältnis zu den Preisständen von
    Terminmarktkontrakten auf Rohöl.

    Somit spricht sowohl die quantitative Beschränktheit, als auch die besondere Disponibilität von Gold für die künftige Preishöhe dieser Assetklasse.

    Bei einer “tendenziell fallenden Profitrate” (Marx) muss sich auch der Zinsfuß entsprechend bewegen – also reduzieren -, um dem kaufmännischen Kalkül gerecht werden zu können.

    Somit sticht das Argument entgangener Zinsgewinne immer schwächer für die Nichtbeachtung von Gold als Anlagegut. Aber im Gegensatz zu “früher” stellt dies keine theoretische Denkleistung mehr dar, sondern hat durchaus auch empirischen Charakter mit entsprechendem Hintergrund.

    Obwohl ich kein Fan der Arbeitswertlehre von Marx bin – jedenfalls nicht in der oft propagierten “rigiden” Form vieler Werttheoretiker -, überragt sie die theoretische Kritik eines von Mises bei weitem. Und den Vulgär-Liberalen, als auch den Schein-Marxisten einer konsistenten Arbeitswerttheorie sei
    ins Stammbuch geschrieben, dass selbst Engels die hinterlassenen Manuskripte von Marx dahingehend interpretiert hat, dass das “weite Feld” “fiktives Kapital” bei Marx zwar angesprochen und behandelt worden
    ist, dies aber keinesfalls ausreichend und somit der erste Band des Kapitals in dieser Hinsicht durchaus revisionsbedürftig sein sollte. Aber aufgrund mangelndes Tiefganges in der Argumentation wird die angeblich theoretische Auseinandersetzung zwischen den vermeintlichen Gegnern immer noch mit auf die dümmste Art und Weise geführt, wobei
    beide tote Pferde auf dem (falschen!) Schlachtfeld reiten, wo die
    Entscheidung schon längst gegen beide gefallen ist.

    Den bereits angesprochenen Umstand, dass es künftig einen tendenziell steigenden Bedarf von Wertaufbewahrungsformen geben sollte, will ich angesichts des Umfang dieses Postings nicht weiter ausführen. Die dargelegten Gedanken sollten genügen und den Leser dazu animieren, sich eigene Gedanken mit entsprechenden Folgerungen ziu machen.

    Dabei sei zu guter letzt daran erinnert, dass der tatsächliche Goldpreis stärker von jeweiligen Verhältnis von Angebot und Nachfrage abhängt, als es bei “beliebig” vermehrbaren Gütern der Fall ist. Wer bei einer Goldanlage also auch die kurzfristige Entwicklung im Auge hat, sollte diesen Umstand besonders beachten. Die Charttechnik kann dabei helfen, aber wohl nur dann, wenn sie nicht rigide nach scholastischen Maßstäben
    interpretiert wird, was sie per se auch gar nicht hergeben kann.

    Je stärker sich ein Signal in höchst unsicheren Zeiten bestätigt, desto größer ist meist dessen unmittelbare Aussagekraft.

    Bezogen auf die letzte Woche und die Freitagsformation einschließlich der Bereichs nach 20 Uhr kann dies zwar eíniges, aber nicht alles und keineswegs nichts heißen, um mit einer etwas philosophischen Formulierung abzuschließen.

  • Stefan Kusche

    Ich stimme jedoch mit Ihnen überein, dass wir uns – noch – in einem Bären Markt befinden, der noch bis mindestens Sommer 2014 anhalten sollte und der aktuelle Preisanstieg eher eine natürliche Gegenbewegung zu den massiven Abverkaeufen des ersten HJ darstellt, als eine allgemeine Trendwende.
    Natürlich muss es deshalb nicht automatisch so weit runter gehen, wie Jimmy es prophezeit hat!

    Ich werde mein Gold trotzdem gegen Ende des zweiten Halbjahres verkaufen… (vorerst)

    • Markus70

      Wieder so ne pessimistische Aussage. Weiter so! Ich freu mich !

  • Stefan Kusche

    @Störzer:

    Wie soll denn das “langfristige” Kursziel von Gold bei 700 USD liegen, wenn die totalen Produktionskosten allein schon mehr als das Doppelte betragen?!
    Dann würde doch früher oder später kaum noch Gold produziert werden, da es hoch defizitär wäre.
    Da die Nachfrage aber nicht auf Null gehen wird, müsste es ja irgendwann zur Preisexplosion kommen, da einfach das Angebot fehlt!

  • Markus70

    Ich sehe das etwas anders als Herr Störzer und sehe Gold nicht als Spekulation sondern als eine Versicherung. Die Geldmenge wird überall auf der Welt exorbitant vergrößert und die Schulden gehen exponentiell ins Orbit. Die Verschuldung kann nur noch mit mehr Gelddruckerei und Schulden machen bekämpft werden was schon immer zur Inflation geführt hat wie es auch Herr Risse sieht. Da ist Gold (und vermutlich Silber noch mehr) meiner Meinung nach in physischer Form die beste Möglichkeit, sein Erspartes zu erhalten. 200 Tage Linie und Korrektur hin oder her.

    • Dan Chris

      “die beste Möglichkeit, sein Erspartes zu erhalten”
      Das geht nur weil der Goldpreis staatlich gestützt ist. Was würde eigentlich passieren wenn die Reserven freigegeben werden würden? Der Preis würde massiv einbrechen. Das zeigt wie sicher Gold als Anlageform ist. Sie ist vom Staat ebenso abhängig wie Geld, Physis hin oder her

      • Markus70

        ich kenne Sie nicht und weiss daher nicht, ob sie sich im Gold und Silbermarkt auskennen. Zumindest vermute ich nach dieser Antwort, daß sie sich nicht so oft mit diesem Markt beschäftigten. Solange die Geldmenge so ausgeweitet wird und die Schuldenspirale exponentiell (und hier gibt es kein zurück mehr) steigt können sich die Zentralbanken es eigentlich garnicht leisten, ihr Gold zu verkaufen. Beim Gelddrucken wird die eigene Währung geschwächt und Gold dient den ZB als Sicherheit weil es als Ersatzwährung gilt. Der Dollar hat bereits seit Bestehen 95 % seiner Kaufkraft verloren. Was meinen Sie wohl wo das noch hingeht? Zitat Voltaire: Jede Währung kehrt über kurz oder lang auf seinen inneren Wert zurück, nämlich auf Null. Bei dieser Gelddruckerei kann es nur eine große Inflation geben und am Ende eine Währungsreform. Natürlich ist es schwierig, den Zeitpunkt hier vorherzusagen 🙂 Das kann keiner. Alles andere würde jetzt hier den Rahmen sprengen denn es gibt noch sehr viele Argumente für Gold und Silber in physischer Form !

        • Dan Chris

          “Gold dient den ZB als Sicherheit weil es als Ersatzwährung gilt”

          Der Wert des Goldes liegt im Glauben daran. Wenn alle Zentralbanken ihr Gold freisetzen würden, dann würde sich an den Währungen nichts ändern. Die Geldmenge wäre unverändert. Der Goldpreis würde abstürzen. Somit ist der hinterlegte Goldwert fiktiv.

          “denn es gibt noch sehr viele Argumente für Gold und Silber in physischer Form”
          Bis auf deren Nutzung in industriellen Anwendungen sind alle Argumente so haltbar wie der Glaube an Geld. Im Zweifel ist Gold nichts Wert. Das können ihnen Menschen in Krisengebieten gerne erläutern. Im Zweifel bekommt man für einen Haufen Gold auch nur in Brötchen zu essen.

  • Christian Störzer

    Tja, Herr Riße, Sie haben es ja selbst schon richtig beschrieben: der treibende Faktor für die Gold-Hausse war die Angst vor dem Zusammenbruch des Euro- und auch internationalen Finanzsystems inklusive Hyperinflation durch grenzenloses Gelddrucken der Notenbanken. Beides tritt jedoch in der berfürchteten Form nicht ein. Somit stellt sich die Frage: was ist der aktuelle Aufschwung im Gold? Trendwende oder Konsolidierung im Abwärtstrend? Sie haben ja dankenswerterweise den mittelfristigen Gold-Chart der letzten zwei Jahre in Ihren Kommentar eingefügt. Daraus läßt sich ersehen, daß Gold noch ohne weiteres Luft bis 1500 Dollar pro Feinunze hat, ohne den langfristigen Abwärtstrend zu verletzen. Wir werden sehen, ob nach der Bundestagswahl in Deutschland die Euro-Krise erneut aufbricht. Der Umstand, daß die staatliche Gesamtverschuldung der Eurozone nach wie vor unvermindert am Wachsen ist trotz aller Bekundungen, das Schlimmste sei vorüber, spräche für ein neues Krisenszenario. Im Zuge dieser Panik könnten in der Tat noch einmal neue Goldkäufe erfolgen, wobei ich jede Wette eingehen würde, daß wir die alten Höchstkurse von über 1900 Dollar nicht mehr sehen werden. Das wäre dann quasi “der letzte Schuß nach oben”. Langfristig bleibt Gold aber ein Bärmarkt mit Ziel 700 Dollar, allen Jim Rogers dieser Welt zum Trotz.

    • Stefan Kusche

      Ich stimme jedoch mit Ihnen überein, dass wir uns – noch – in einem Bären Markt befinden, der noch bis mindestens Sommer 2014 anhalten sollte und der aktuelle Preisanstieg eher eine natürliche Gegenbewegung zu den massiven Abverkaeufen des ersten HJ darstellt, als eine allgemeine Trendwende.

      Ich werde mein Gold deshalb gegen Ende des Jahres verkaufen…

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