Griechenland – Austritt möglich, aber nicht jetzt!

Noch am Freitag nach dem Treffen einiger EU Finanzminister und Europa-Zentralbank-Chef Jean-Claude Trichet in Luxemburg kam das Gerücht auf, Griechenland wolle die Eurozone verlassen und die Drachme wieder einführen. Trotz umgehender Dementis seitens der griechischen Regierung kam es zu einem weiteren Rutsch des Euros bis auf 1,4300.

Seitdem wird nun diskutiert, ob ein solcher Austritt überhaupt möglich wäre, was es für den Euro heißen, ob es den Griechen denn überhaupt helfen und was es für die griechischen Schulden bedeuten würde. Ganz unterschiedlich und nicht immer logisch sind die Kommentare, so dass ein wenig Klarstellung von Nöten ist.

1. Ist es überhaupt möglich, dass Griechenland, oder irgendein anderes Land aus der Währungsunion ausscheidet?
De Jure nein, de facto ja. Zwar sieht der Maastricht-Vertrag den Austritt eines Landes nicht vor, doch diejenigen, die so argumentieren, vergessen, dass alle Teilnehmerländer souveräne Demokratien sind. Und wenn sich die Regierung eines dieser Länder für den Austritt entscheidet, gibt es am Ende keine militärische Macht, die es davon abhalten könnte. Da ist der Unterschied zur innerdeutschen Währungsunion der einzelnen Bundesländer. Hätte noch zu D-Mark-Zeiten der Ministerpräsident eines Bundeslandes eine eigene Währung einführen wollen, wäre er durch die Bundesregierung bzw. die Justiz in letzter Konsequenz auch mit Gewalt daran gehindert worden. Doch Brüssel verfügt nicht über derartige Möglichkeiten.

2. Was würde dies für den Euro bedeuten?
Die Angst geht um, dass das Ausscheiden eines Landes zum Zusammenbruch der gesamten Währungszone führen würde. Für diese Vermutung existiert jedoch gar kein Grund. Es ist am Ende die Entscheidung einer jeden einzelnen Regierung, eine nationale Währung wieder einzuführen, oder nicht. Je besser ein bereits ausgetretenes Land mit dieser Variante fährt, desto größere Anziehungskraft dürfte diese Option haben. Am Ende könnte vielleicht nur ein Kern von Hartwährungsländern übrig bleiben. weiterlesen

Konjunktur-Träume

Wie in der Vergangenheit immer wieder dargelegt, wird der Aktienaufschwung vor allem von der Liquidität getragen, die von den Notenbanken und hier vor allem der US-Notenbank Federal Reserve (FED) in die Finanzmärke geblasen wird. Denn obwohl die Länder der europäischen Währungsunion zusammen einen höheres Bruttoinlandsprodukt ausweisen als die US-Volkswirtschaft, nehmen sich die Liquiditätseinschübe seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) dagegen fast bescheiden aus. Mit gut 70 Milliarden Euro hat sie bisher insgesamt so viele Staatsanleihen aufgekauft, wie die USA in einem Monat aufkaufen. Und auch Japan wird mit seinen Maßnahmen dieser Art im Volumen bei weitem nicht das der USA erreichen. Die FED scheint sich zu sagen: Viel hilft viel und behält damit zunächst auch Recht. Die US-Konjunktur wächst nicht zuletzt weil mit dieser Politik die nächste Finanzmarktblase entsteht in der die Besitzer von Aktien derzeit aber das Gefühl haben, dass sie wohlhabender werden. Da Aktienbesitz in den USA weitaus verbreiteter ist, als hierzulande, ist der Einfluss auf die Konjunktur durchaus relevant. weiterlesen

Hat die Korrektur begonnen?

Das ist die Frage, die sich nun alle Börsianer stellen. Es sieht auf jeden Fall so aus, als könnte sie es sein. Obwohl zu Wochenbeginn mit dem „Presidents Day“ ein Feiertag in den USA war, ging es mit den europäischen Börsen selbst am Nachmittag noch deutlich bergab – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Die Abwärtsbewegung setzte sich dann am heutigen Dienstag auch mustergültig fort und lud ganz offenbar auch einige Bären ein, sich auf die Shortseite zu stellen. Die dann nachfolgende Erholung, die sämtliche Verluste wieder ausgebügelt hat, dürfte vor allem von Eindeckungen dieser getrieben worden sein.
Es ist ohnehin nicht unüblich, dass Korrekturen durch diesen Mechanismus immer wieder in Frage gestellt werden, weil die zwischenzeitlichen Short-Eindeckungen in engen Märkten immer wieder massive Aufwärtskorrekturen auslösen. Neue Höchstkurse aber gibt es ebenfalls nicht. Meiner Ansicht nach ist dies das wahrscheinlichste Szenario für die nun vor uns liegenden Wochen.
Zu diesem Schluss komme ich jedoch nicht aufgrund der beschriebenen Kursbewegung von gestern und heute, sondern wegen des mittlerweile an der Wall Street auch unter kurzfristig agierenden Anlegern erreichten Optimismus-Levels. Der diesbezüglich in der Vergangenheit sehr verlässliche Indikator Hulbert Nasdaq Newsletter Sentiment Index (HNNSI) ist zuletzt auf 73,3 Prozent gestiegen, gegenüber noch 46,7% Anfang Februar. weiterlesen

DAX im Niemandsland

Der DAX ist wegen schwacher Vorgaben in die Konsolidierungszone zurückgefallen, die er nach dem Aufwärtsschub am vergangen Montag erreicht hatte. Die Punkte für Gegenreaktionen bleiben an der Oberseite die 7.351,20 und an der Unterseite das Tief vom Donnerstag bei 7.145 Punkten.

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