Liebe Leser …

… ich habe wieder einen Internetzugang. Umzugsbedingt war dieser gekappt und natürlich nicht pünktlich und wie beauftragt umgezogen. Ab morgen bin ich dann wieder wie gewohnt mit Kommentaren online. Die Märkte sind ja nach wie vor interessant und das Gold bisher widerstandsfähiger, als von mir erwartet.
Ich werde ab morgen dann auch die aufgelaufenen Kommentare beantworten und freigeben. Auch ein paar News in eigener Sache werde ich in der kommenden Woche verkünden.

Ich hoffe, Sie sehen mir die Zwangspause nach.
Ihr
Stefan Riße

Nervenprobe für Goldfans

Vor gut einer Woche lautete der Titel meines Stimmungsbarometers in Focus Money (Focus Money 34 11): „Gold überhitzt?“ Diese Frage ist in den vergangenen drei Tagen beantwortet worden. Mit einem Kurssturz von 100 Dollar oder mehr als fünf Prozent erlebte der Goldpreis einen seiner größten Tagesverluste in dem nun schon seit rund 11 Jahren anhaltenden Bullenmarkt. Innerhalb von drei Tagen verlor er mehr als zehn Prozent. Der Korrekturbedarf drängte sich dem erfahrenen Beobachter geradezu auf. Die Titelseiten der Finanzmagazine mit dem Thema Gold waren geradezu inflationär und auch die Bildzeitung widmete sich dem Thema ausführlich. Bekanntlich ein sehr wichtiger Kontraindikator. Auch die quantitativen Stimmungsindikatoren zeigten mit über 80 Prozent Optimisten bedenkliche Werte.


Quelle: Finanzwoche

Wie wird es nun weiter gehen mit dem Feinunzen-Preis. War das die Wende? Haben wir die letzte Euphorie eines Bullenmarktes gesehen und geht es nun fortan in Wellenbewegungen bergab? Oder ist es nur die gesunde Korrektur in einem ansonsten intakten Aufwärtstrend? mehr lesen

Teufelskreis des Sparens

Dienstag vergangener Woche ist auch Deutschland aus seinem Wachstumstraum aufgewacht. Nur um gerade einmal 0,1 Prozent wuchs das heimische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2011. Gerechnet hatten Volkswirte mit einem Wachstum von 0,5 Prozent. Die Vorstellung, wir könnten uns von der schwächelnden Konjunktur um uns herum und in den USA abkoppeln, kann damit ad acta gelegt werden. Deutschland lebt vom Export und ist auch durch den Export wieder aus der Krise gekommen. Wenn auf unseren wichtigsten Exportmärkten aber Flaute herrscht, dann kann hierzulande die Wirtschaft nicht boomen. Denn eines darf nicht vergessen werden: Trotz der deutlich gefallenen Arbeitslosigkeit und den bisher guten Wirtschaftsaussichten ist von einer boomenden Binnenkonjunktur hierzulande nichts zu erkennen.

Es war vor allem der Export in die Schwellenländer und hier vor allem nach China, der uns die hohen Wachstumsraten beschert hat. Doch auch hier lässt das Wachstum leicht nach. Zum einen, weil die Notenbank bremst, um die Inflation zu bekämpfen. Zum anderen, weil die chinesische Konjunktur noch immer ganz erheblich von der Konsumlaune der US-Verbraucher abhängt. Und so schön die neuen Absatzmärkte für die deutschen Exportunternehmen auch sind, der mit Abstand wichtigste bleiben immer noch die Länder der europäischen Union. Und deren Konjunktur leidet unter den Sparmaßnahmen, mit denen sie ihre Haushalte sanieren sollen. In Frankreich stagnierte die Wirtschaft im zweiten Quartal, in Griechenland – dem Schlusslicht – schrumpfte sie unter dem Spardiktat im ersten Halbjahr um 7,5 Prozent. Da beim aktuellen Wachstum das Ziel der französischen Regierung, das Defizit bis 2013 wieder unter das Maastricht-Kriterium von drei Prozent zu drücken, illusorisch ist, verordnet Staatspräsident Nicolas Sarkozy dem Land das nächste Sparpaket, so wie es in Italien auch bereits zu beobachten war. Vor allem in Deutschland werden diese Maßnahmen als geeignetes Mittel zur Rettung des Euros betrachtet. Doch das Gegenteil ist der Fall. Jedes weitere Sparpaket wird die Volkswirtschaften der betroffenen Länder weiter in die Krise führen. Dadurch werden die Steuereinnahmen weiter sinken und die Defizite nicht kleiner, sondern wahrscheinlich sogar größer werden. Es entsteht ein Teufelskreis des Sparens, der am Ende katastrophale Folgen für die Demokratie, den sozialen Frieden und das vereinigte Europa haben kann.

Märkte als Spiegel der Zukunft
Dieses Szenario wird an den Finanzmärkten derzeit gespielt und vorweggenommen. In den buntesten Farben ausgemalt, sehen die Aktienverluste dann auch plötzlich nicht mehr groß aus, wenngleich auch immer wieder die Frage nach den Anlagealternativen erlaubt sein muss. Hier wird es rar, denn was vermeintlich sicher ist, wirft kaum mehr Rendite ab. Und Gold kann nicht die einzige liquide Anlage sein.
Dennoch könnte es mit den Aktien zunächst weiter abwärts gehen. Denn die totale Aufgabestimmung herrscht noch nicht, wie die Stimmungsindikatoren zeigen. Diese aber wäre notwendig, damit die Kurse vor dem Hintergrund der trüben Wirtschaftsaussichten nicht mehr weiter fallen können.

Deflation ist unser Trauma
In keinem Land haben die Menschen so viel Angst vor Inflation wie in Deutschland. Verständlich, denn zweimal haben die Deutschen ihr Geldvermögen in der Inflation verloren. Doch eigentlich müssten wir Deutschen uns vor Deflation und übertriebener Sparpolitik viel mehr fürchten. Denn die hat uns in der Weimarer Republik unter Reichskanzler Heinrich Brüning und seinem Reichsbankpräsident Hans Luther direkt in den Nationalsozialismus geführt. Weil sie unbedingt eine stabile Mark haben wollten, würgten sie die ohnehin von Reparationszahlungen geschundene Wirtschaft immer weiter ab und trieben die Arbeitslosigkeit in die Höhe. Mit ihr stiegen dann auch die Stimmen für die NSDAP mit allen Folgen bis hin zur Inflation nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches. Leider ist vielen Politikern dieser Zusammenhang offenbar nicht klar.

Schweizer Franken

Gerüchten zufolge will die Schweiz den Franken zunächst an den Euro koppeln. So berichtet es die „Schweizer Sonntagszeitung“. Schon am Mittwoch könne eine Kopplung bei ein 1,10 Franken pro Euro festgelegt werden, heißt es. Für die Schweiz ist das ein gefährliches Unterfangen. Obwohl im Unterschied zum chinesischen Yuan der Franken frei konvertierbar ist, müsste die Schweizer Nationalbank (SNB) ab dem festgelegten Kurs alles an ausländischen Devisen aufkaufen, das zu tieferen Kursen angeboten würde. Die (SNB) würde damit in jeder weiteren Euro-Krise in kürzester Zeit enorme Devisenreserven anhäufen. Dabei ist zu bedenken, dass die Schweiz, auch wenn die Währung Weltgeltung hat, ein doch verhältnismäßig kleines Land ist. Die Kapazitäten hierfür sind zwar theoretisch unbegrenzt, weil die Schweiz den Franken selbst druckt, praktisch aber natürlich nicht, will die SNB keine Vervielfachung der Geldmenge und damit eine Hyperinflation riskieren.
Es kann insofern darauf spekuliert werden, dass der feste Wechselkurs nicht ewig zu halten sein und unter dem Druck des Finanzmarktes dann doch irgendwann wieder aufgewertet werden wird. Nach oben hingegen dürfte er gedeckelt sein, denn die Meldungen sind bisher so zu interpretieren, dass es einen starren Wechselkurs oder Wechselkursspanne geben soll und nicht nur eine Interventionsschwelle. Da mit Abwertungsdruck für den Franken in der aktuellen Situation kaum zu rechnen ist und die SNB mit ihren ohnehin schon zu großen Devisenreserven diesem spielend entgegenwirken könnte, wäre das Abwärtsrisiko extrem gering.
Für den Spekulanten ergeben sich hieraus interessante Möglichkeiten. Er kann auf eine Aufwertung des Schweizer Franken setzen, ohne eine Gegenbewegung fürchten zu müssen.
Meldungen wie die vom Wochenende über eine mögliche Zustimmung Deutschlands zu gemeinsamen Eurobonds wären dann keine Gefahr, während eine Ablehnung dieser und ein drohendes Auseinanderbrechen des Euros enorme Gewinne bedeuten könnten. Denn in diesem Fall wäre der Kurs des Franken sicher nicht zu halten.
Man sollte daher gespannt die Nachrichten aus der Alpenrepublik verfolgen.

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