China unterbewertet?

Sieht man sich die Entwicklung des chinesischen Aktienmarktes an, so muss man zwangsläufig den Eindruck haben, dass Börse und Wirtschaft nicht viel miteinander zu tun haben. Die chinesische Wirtschaft wuchs selbst im Jahr 2009, als die Volkswirtschaften fast aller Industrieländer sich in tiefen Rezessionen befanden, noch um mehr als sechs Prozent und mittlerweile liegen die Wachstumsraten sogar wieder bei über zehn Prozent. Alle Welt redet über die Wachstumsstory China, und dass dort zukünftig die wirtschaftliche Musik spiele. Von beeindruckt bis verängstigt reichen die Reaktionen in der westlichen Welt, am Erfolg des chinesischen Staatskapitalismus zweifelt hingegen kaum jemand mehr. Und was macht die chinesische Börse daraus? Sie kommt nicht vom Fleck. Im Gegenteil, gerade in den vergangenen Tagen gab es erneut deutliche Kursverluste. China ist damit der klare Underperformer wie schon im vergangen Jahr als der Shanghai Composite Index 14 Prozent verlor. Um sein Allzeithoch aus 2007 wieder zu erreichen, müsste der Markt mittlerweile um mehr als 100 Prozent zulegen. mehr lesen

Der Showdown hat begonnen!

Was passiert, wenn die Inflation wieder anzieht, die Wirtschaft in vielen Ländern sich aber noch nicht nachhaltig erholt hat, die Arbeitslosigkeit noch hoch ist, und Staaten, Verbraucher, Banken sowie Unternehmen zu großen Teilen noch auf hohen Schuldenbergen sitzen? Diese Frage beginnen sich nun erstmals auch andere zu stellen, nachdem die Inflationsraten in Europa sehr plötzlich auf 2,2 Prozent gesprungen sind. Ich habe diesen Moment in meinem Buch “Die Inflation kommt” als den Showdown unserer Wirtschaftsepoche bezeichnet. Denn die Notenbanken sitzen jetzt in der Zinsfalle, weil viele Staaten ihre riesigen Defizite nur bei niedrigen Zinsen überhaupt noch werden finanzieren können. Das gleiche gilt für viele Verbraucher. Die Immobilienpreise in den Ländern, die vor der Finanzkrise vor allem vom Immobilienboom lebten, haben sich gerade einmal stabilisiert. Was würde wohl passieren, wenn die Zinsen nun deutlich angehoben würden? Eine nächste Abwärtsspirale mit einer weiteren Welle von Zwangsversteigerungen und Milliardenabschreibungen bei den Banken wären die Folge. Was dies für die Konjunktur bedeuten würden, wissen wir spätestens seit der Finanzkrise. mehr lesen

Aktienausblick 2011

Wenn man Finanzmarktexperte ist, dann wird man regelmäßig von Anlegern, oder von Journalisten gefragt, wohin denn Aktien, Zinsen, Dollar und Gold hinlaufen werden. Besonders beliebt ist diese Disziplin zum Beginn eines neuen Jahres.
Eine Übung an der ich mich grundsätzlich nicht beteilige, da es unmöglich ist, vorherzusagen, bei welchem Kurs einer der genannten Werte in genau zwölf Monaten notieren wird. Der Ansatz an sich ist schon falsch. Und vielleicht ist er, weil er öffentlich zelebriert wird, auch Schuld daran, dass so viele Anleger an der Börse scheitern. Denn man muss sich davon lösen, zu jedem Zeitpunkt eine Meinung zu allen Märkten haben zu müssen. In den meisten Fällen sind die Einflussfaktoren viel zu widersprüchlich, um sich eine klare Meinung zu bilden. Nur manchmal tauchen Konstellationen auf, wo es sich lohnt einzusteigen. Dann überwiegen die Chancen die Risiken so klar, dass ein spekulatives Engagement lohnt. Das war so am deutschen Aktienmarkt im Herbst 2010, als ich dann dieser Stelle das Kursziel 7.000 im DAX ausgab. Die Stimmung war sehr gedämpft, während bereits absehbar war, beispielsweise am Ifo-Geschäftsklima-Index, dass hierzulande die Konjunktur und damit eben auch die Unternehmensgewinne so richtig in Fahrt kommen. mehr lesen

Gold prallt ab

Gold ist zunächst an seinem All-Time-High von 1.431 Dollar abgeprallt. Der Tagesverlust war mit 33 Dollar recht deutlich. Oft sind hohe Tagesverluste nach dem Erreichen neuer Höchsstände der Beginn ausgeprägterer Korrekturen. So bedrohlich war er jedoch noch nicht. Als Anfang Dezember 2009 zunächst eine mehrmonatige Korrektur eingeleitet wurde mit Kursverlusten von fast 15 Prozent, oder als im März 2008 nach dem Überschreiten der 1.000 Dollarmarke der Aufwärtstrend zunächst gestoppt wurde, und Gold massiv fiel, waren díe Verluste deutlich massiver. Noch ist auch eine Konstellation wie im Jahr 2008 oder im Jahr 2006 möglich. In diesen Jahren stieg Gold bis in den März bzw. Mai hinein noch deutlich an und machte zuvor ebenfalls noch Korrekturen des Ausmasses mit, wie wir sie derzeit erleben. Der Verlust gestern kann auch wieder viele angelockt haben, die auf einen Rückschlag spekulieren, und die später dann in einem Short-Squeese mit Ihren Eindeckungen zu neuen Höchstkursen führen. Zumal sich für die Chartisten so eine Art Kopf-Schulter-Kopf-Formation gebildet hat, was technsich orientierte Anleger für Short-Spekulationen anzieht.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Verluste in diesem Tempo heute fortsetzen. Wäre dies der Fall stiege nach meiner Erfahrung die Wahrscheinlichkeit für eine längere und größere Korrektur.

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