FED im Würgegriff

FedNun soll sie im Dezember aber wirklich kommen, die Zinserhöhung in den USA. Nach einem Arbeitsmarktbericht, der fast einhunderttausend mehr neue Beschäftigte als erwartet ausgewiesen hat, bestehen kaum mehr Zweifel, dass es der US-Wirtschaft gut geht. Entsprechend war die Reaktion am Devisenmarkt. Seit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten hat der US-Dollar weiter an Stärke gewonnen. Goldman Sachs prognostiziert die Parität zum Jahresende. Mit steigenden Zinsen wird der Dollar als Anlagewährung schließlich attraktiver. Doch was heißt eigentlich attraktiver? Statt Null gibt es dann wahrscheinlich 0,25 Prozent Zinsen. Was für ein Witz! Deshalb sollen sich milliardenschwere Kapitalströme in Gang setzen? Glaubt man den Analystenkommentaren ist das so und auch der Grund dafür, dass seit geraumer Zeit, das Geld aus den Schwellenländern abfließt. Mit gesundem Menschenverstand ist all das nicht mehr zu vereinbaren. Natürlich wird niemand, der sich mit klarem Kopf für Investitionen in Schwellenländern entschieden hat, wegen eines Viertelprozentpunktes mehr Zinsen diese Entscheidung revidieren. Doch das ist egal solange die Spekulation mit dem alten Reflex reagiert. Der Rest ist dann Herdentrieb. Wenn der Trend das ist, dann drauf springen lautet die Devise.
Dass es bei diesen lächerlichen Zinsunterschieden kaufmännisch so gut wie keinen Unterschied macht, in welcher Währung man investiert ist, darüber denkt niemand mehr nach, ganz nach dem Motto der Markt hat recht.
Und so ist es durchaus möglich, dass der US-Dollar noch weiter steigt in Richtung Parität. Was die Stimmung betrifft, so ist der Pessimismus für den Euro und dementsprechende Optimismus für den US-Dollar noch längst nicht wieder da, wo wir waren, als der Euro im Frühjahr nur noch rund 1,05 US-Dollar kostete.

EURUSD

Dass der Greenback jetzt schon überbewertet ist in Bezug auf die Kaufkraftparität, die bei rund 1,25 liegt, interessiert am Devisenmarkt kurzfristig nicht. Die US-Unternehmen spüren es hingegen schon sehr deutlich und kämpfen mit Wettbewerbsproblemen im Export aber auch auf dem heimischen Markt. Die USA haben ein rekordhohes Handelsbilanzdefizit. Normalerweise bräuchten sie eine schwache Währung, um dem entgegenzuwirken. mehr lesen

Kommt die Jahresendrallye?

ZeitungscollageDa ist sie nun die Erholung. Sie war überfällig und setzte genau in dem Moment ein, wo Kursziele von 8.500 in der Community herumgereicht wurden und die Analysten reihum ihre Kursziele für den DAX zum Jahresende gesenkt haben. Es ist die immer alte gleiche Geschichte des Herdentriebes. Und selbst der, der sie eigentlich kennt und schon oft erlebt hat, kann immer wieder mitgerissen werden.
Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich klar. Ist das eine Aufwärtskorrektur im Abwärtstrend oder der Beginn einer Jahresendrallye. Für die Charttechniker ist der Abwärtstrend noch intakt. Aber ab rund 10.600 Punkten DAX würden wohl auch sie grünes Licht geben. Was aktuell viel solider aussieht ist der zurückgelegte Weg nach oben. Während die Erholungen nach der Lösung der Griechenlandkrise und nach dem schwarzen Montag am 24. August so rasant verliefen, dass diverse „Overnight-Gaps“ aufgemacht wurden, sind diesmal keine großen Gaps offen. Ein solches Gap liegt vor, wenn der DAX-Future über oder unter dem 22:00 Uhr Schluss des Vortages eröffnet, und auf diese Kursniveau nicht mehr zurückläuft. Warum ist das problematisch? An rationalen Begründungen mangelt es. Nur die Historie hat gezeigt, dass derartige Gaps in aller Regel wieder geschlossen werden. Seit dem Aktienaufschwung ab März 2009 ist nur ein Gap offen geblieben. Insofern sieht der Aufschwung jetzt solider aus.
Stimmungstechnisch ist er ohnehin gut abgesichert. Viele Stimmungsindikatoren haben das Crashniveau von 2011 fast wieder erreicht, oder überbieten dieses teilweise sogar. Das gilt auch für längerfristige Glättungen. Wir sprechen damit über einen Pessimismus, den es in der Form seit vier Jahren nicht gegeben hat. Dividenden sind der neue Zins und Aktien sind alternativlos, die Schlagsätze aus dem Frühjahr, sind nicht mehr zu hören. mehr lesen

Börsen-Afterwork von GodmodeTrader und Guidants

1508_roadshow_378x300 (002)Eine kleine Deutschlandpremiere – und ich bin dabei! Vom 7. bis 22. Oktober 2015 veranstaltet die Münchner BörseGo AG im Namen ihrer beiden Finanzportale GodmodeTrader (www.godmode-trader.de) und Guidants (www.guidants.com) „Börsen-Afterwork“-Veranstaltungen in insgesamt sieben Städten. Bei fünf Veranstaltungen – konkret in München, Dresden, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf – bin auch ich vor Ort. Sie kommen doch auch, oder?
Freuen Sie sich auf Vorträge zum aktuellen Marktgeschehen, Live-Analysen und -Trading sowie Diskussionsrunden – und das alles in lockerer Atmosphäre. Wer mich sowie die von GodmodeTrader- und Guidants bekannten Experten persönlich kennenlernen oder wiedertreffen möchte, sollte sich am besten sofort die Teilnahme sichern – die Tickets sind nämlich begrenzt. Details, z.B. zu den individuellen Programmen oder der Expertenauswahl, finden Sie hier. Jetzt informieren!

Nicht vorhersehbar!

BörsenbärAlles schien so klar im Frühjahr. Die Zinsen bei Null oder nur knapp darüber selbst bei langfristigen Staatsanleihen. Und zu allem Überfluss kauft die Europäische Zentralbank (EZB) auch noch im Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro diese unattraktiven Anleihen auf. Was lag da näher als die große Anlegerflucht in Aktien und mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. Schließlich brachten diese immer noch eine Dividendenrendite von drei Prozent. Dazu kam eine sich erholende Wirtschaft in der Eurozone, sicher unterstützt durch den sinkenden Ölpreis und den starken Dollar, der die Exportbedingungen verbessert, aber auch weil die Peripherieländer der Eurozone auf ihrem Reformweg vorangekommen sind.

Nicht nur die rasante Rallye, auch die Tatsache, dass in dieser Phase das schon schwelende Griechenland-Problem und der Ukraine-Konflikt es nicht vermochten, die Anleger zu verunsichern, legten nahe, dass es sicher mal Korrekturen geben werde, die Kurse ansonsten aber weiter steigen würden. Denn wie sagte schon Börsenlegende André Kostolany: „Wenn ein Markt auf schlechte Nachrichten nicht reagiert, dann ist er überverkauft, sprich: hat wenig Abwärtspotenzial. Und nun plötzlich dieser Absturz. Bis auf die Tiefs im Griechen-Drama konnte man alles noch als Korrektur und Konsolidierung betrachten. Aber dass es nochmals auf nur noch gut 9.300 Punkte fallen würde, damit hat niemand gerechnet.

Haben alle die Probleme der chinesischen Wirtschaft übersehen und unterschätzt, welchen globalen Einfluss dieses Thema hat? Ach wo! Auch die schwächelnde China-Wirtschaft war schon Thema im Frühjahr. Das unerfahrene Publikum mag dies glauben. Tatsächlich aber hat der Kurssturz rein technische Gründe. Er führt einmal mehr vor Augen, dass sich das Anlegerverhalten über die Jahre und durch den Einsatz von Computern geändert hat. Die überwiegende Anzahl der Investoren, egal ob private oder institutionelle arbeiten mit Verlustbegrenzungen. Werden gewisse Schwellen nach unten durchbrochen, löst dies automatische Liquidationen aus. Diese Verkäufe drücken den Markt dann weiter, bis die Aufträge abgearbeitet sind. Haben die Besitzer der Aktien in der Zwischenzeit gewechselt, und viele neue sind dazu gekommen mit entsprechend hohen Einstiegskursen und spekulativer ausgerichtet, wird der Markt plötzlich anfällig.

mehr lesen

Seite 4 von 40« Erste...23456...102030...Letzte »

Rißes Blog TV

 

Live Erleben & Buchen

  • Zur Zeit keine Termine vorhanden
 
   
 

Kategorien

 
 

Archiv

 
 

Demnächst gibt es hier einen spannenden Blog zum Thema Social Trading +++ Demnächst gibt es hier einen spannenden Blog zum Thema Social Trading